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Universal

Artikel zu universellen Komponenten wie Akku, SSD, Trackpad und Displays

Apple führt selten neue Komponenten in seine Plattform ein. Man kann einen A1708-Akku in ein 2022 M2 13"-Gerät einbauen und er funktioniert einwandfrei.

1 - Backlight-Fehlersuche

Diagnose von MacBook-Backlight-Ausfällen — von einfachen Prüfungen bis zur Logicboard-Reparatur. Gespiegelt von logi.wiki.

Eine vollständige deutsche Übersetzung folgt. Bis dahin ist die englische Fassung die verbindliche Quelle.

2 - MacBook-Datenrettung aus der Recovery-Konsole

Benutzerdaten aus einem nicht bootbaren MacBook retten: Recovery-Modus, APFS-Volumes einhängen, rsync und SMART über die RipperDoc-Hilfsskripte.

Voraussetzungen

  • Das MacBook kommt noch in den macOS Recovery-Modus (T2: CMD + R beim Boot; Apple Silicon: Power-Taste 8 Sekunden halten, bis die Startoptionen erscheinen).
  • Die interne SSD / der Verschlüsselungscontroller funktionieren noch — sonst ist eine Laborreparatur nötig.
  • Eine externe Festplatte, empfohlen formatiert als HFS+ (unverschlüsselt), mit genug Platz für die Benutzerdaten.
  • Login-Passwort des FileVault-Kontos, falls die Daten-Partition verschlüsselt ist.

1. Recovery-Modus starten

T2-Macs (Intel + T2)

  1. Gerät vollständig ausschalten.
  2. Einschalten und sofort ⌘ + R gedrückt halten, bis der Ladebalken unter dem Apfel erscheint.

Apple Silicon (M1 und neuer)

  1. Gerät vollständig ausschalten.
  2. Power-Taste 8 Sekunden gedrückt halten, bis „Startoptionen werden geladen" erscheint.
  3. Optionen wählen → Fortfahren.

2. Volumes einhängen

  • In den Recovery-Optionen das Festplattendienstprogramm öffnen.
  • In der Seitenleiste „Alle Geräte anzeigen" aktivieren (Menü → Darstellung).
  • Macintosh HD – Daten auswählen → Einhängen. Falls FileVault aktiv ist, nach Passwort fragen.
  • Die externe Festplatte ebenfalls einhängen.
  • Festplattendienstprogramm schließen.

3. Terminal öffnen

  • Oben im Menü Dienstprogramme → Terminal.
  • Die eingehängten Laufwerke befinden sich unter /Volumes/.
  • Benutzerdaten liegen in der Regel unter:
    • /Volumes/Macintosh HD - Data/Users/<benutzer>/ (macOS 10.15 Catalina und neuer)
    • /Volumes/Macintosh HD/Users/<benutzer>/ (ältere Systeme, vor der Daten/System-Trennung)

Verfügbare Benutzer auflisten:

ls "/Volumes/Macintosh HD - Data/Users"

4. Hilfsskripte laden

In der macOS Recovery fehlen rsync und smartctl in /usr/bin, und benötigte dynamische Bibliotheken sind nicht vorhanden. Daher liefert RipperDoc statisch kompilierte Stand-Alone-Binaries inklusive Hilfsskripten:

rsync (Daten kopieren)

curl https://www.ripperdoc.de/rsync.sh | bash

Das Skript lädt ein universelles rsync_universal-Binary nach ./rsync_universal, setzt die Ausführungsrechte und gibt eine Beispielsyntax aus. Ebenfalls heruntergeladen wird autobackup.shvorsichtig verwenden, das Skript überschreibt Zielordner nach Vorgabe.

smartctl (SSD-/HDD-Status)

curl https://www.ripperdoc.de/smartmon.sh | bash

Das Skript lädt smartctl_universal herunter. Den Status der internen Systemplatte (disk0) liest man mit:

./smartctl_universal -a disk0

5. Benutzerordner sichern

Beispiel: Ordner eines Benutzers max vom internen Data-Volume auf eine externe HFS+-Platte namens BackupDrive kopieren, Library/ ausgeschlossen:

./rsync_universal -aEHX --progress --exclude 'Library/' \
  "/Volumes/Macintosh HD - Data/Users/max/" \
  "/Volumes/BackupDrive/UserBackup/"

Bedeutung der Optionen:

  • -a — Archive-Modus (Struktur und Zeitstempel bleiben erhalten).
  • -E — erweiterte Attribute (macOS-Metadaten) mitkopieren.
  • -H — Hardlinks erhalten.
  • -X — ACLs erhalten.
  • --progress — Fortschritt pro Datei anzeigen.
  • --exclude 'Library/' — der Library-Ordner enthält viel Cache und Einstellungen, die auf dem neuen System neu aufgebaut werden; bei Bedarf weglassen und alles sichern.

Bei Bedarf mehrfach laufen lassen — rsync überträgt nur, was fehlt oder sich geändert hat. Gerade bei MacBooks, die sich unter Last ausschalten, ist das hilfreich: einfach neu booten, Volumes wieder einhängen und denselben Befehl erneut ausführen.

6. Überprüfung

Nach dem Kopiervorgang den Zielordner prüfen:

du -sh "/Volumes/BackupDrive/UserBackup/"
ls -la "/Volumes/BackupDrive/UserBackup/"

Die Gesamtgröße sollte grob der Quelle (abzüglich Library/ falls ausgeschlossen) entsprechen.

Häufige Probleme

„Operation not permitted" trotz Recovery

Das Daten-Volume ist nicht entsperrt oder nur gelesen eingehängt. Im Festplattendienstprogramm erneut einhängen, FileVault-Passwort eingeben.

rsync bricht bei einer bestimmten Datei ab

-a bricht bei Read-Errors. Alternativ mit --ignore-errors und einem Log fortfahren:

./rsync_universal -aEHX --progress --ignore-errors --exclude 'Library/' \
  "/Volumes/Macintosh HD - Data/Users/max/" \
  "/Volumes/BackupDrive/UserBackup/" 2>&1 | tee ~/Desktop/rsync.log

Das rsync.log nachher auf fehlgeschlagene Dateien durchsuchen.

SMART-Werte zeigen Defekte

Wenn smartctl_universal -a disk0 bereits Defekte meldet (Reallocated Sectors, Pending Sectors, oder bei SSDs Media Wearout / Available Spare nahe 0), ist Klonen statt rsync sinnvoller. In solchen Fällen empfehlen wir eine professionelle Labor-Sicherung — ein weiterer Lesevorgang kann die Platte vollständig unlesbar machen.

Apple Silicon mit defektem Display

Wenn das Display nicht mehr reagiert, aber das Gerät sonst bootet, lässt sich via USB-C / Thunderbolt im Share Disk Modus auf ein zweites Mac zugreifen. Dafür das defekte Gerät in Recovery starten, „Startoptionen" → „Dienstprogramme" → „Festplatten teilen", und das zweite Mac via Kabel verbinden.

Skripte im Überblick

Skript Zweck Direkter Link
rsync.sh Lädt rsync_universal + autobackup.sh curl https://www.ripperdoc.de/rsync.sh | bash
smartmon.sh Lädt smartctl_universal curl https://www.ripperdoc.de/smartmon.sh | bash
battery.sh Akku-Zyklenanalyse (läuft auf laufendem macOS, nicht in Recovery) curl https://www.ripperdoc.de/battery.sh | bash
autobackup.sh Automatisierter rsync-Backup-Lauf (vorsichtig verwenden) wird über rsync.sh mit heruntergeladen

Alle Binaries sind Universal (arm64 + x86_64) und funktionieren auf T2- und Apple-Silicon-Macs gleichermaßen.

Wenn die Daten nicht erreichbar sind

Wenn der Mac nicht mehr in Recovery bootet oder das Daten-Volume nicht einhängbar ist, bleibt die Hardware-Ebene: Logicboard-Reparatur, Chip-off-Datenrettung der iNand/NVMe, oder ein DFU-Revive (siehe MacBook-Update-Probleme). Wir übernehmen solche Fälle regelmäßig — Kontakt.

3 - Fusion Drive

Dieser Artikel beschreibt, was ein Fusion Drive ist, aus der Perspektive der Datenrettung.

Fusion Drive wurde mit dem iMac 2012 eingeführt und ist ein Nachfolger von “Core Storage”, einem proprietären Software-RAID-System von Apple.

Was ist ein Fusion Drive

Technisch gesehen ist ein Fusion Drive ein JBOD (Just a Bunch of Disks), was bedeutet, dass beide Laufwerke hintereinander verbunden sind. Ein Defragmentierungsalgorithmus auf Kernel-Ebene sorgt dafür, dass die aktuellsten Daten im SSD-LBA-Bereich verbleiben.

Daten einfach bei SSD-Upgrade oder Migration sichern

Wenn beide Laufwerke einwandfrei funktionieren und keine Fehler-Flags in SMART aufweisen, kann man beide einfach an einen Mac mit einem relativ modernen macOS anschließen, und sie sollten eingehängt werden. Zu beachten ist, dass der USB Gumstick4-Adapter nur mit AHCI-Laufwerken funktioniert und nicht mit iMac-Laufwerken von 2015–2017, die NVMe sind. Für den Anschluss solcher Laufwerke kann nach einem NVMe-zu-Apple-SSD-Adapter gesucht werden, der etwa 10 USD kostet und den Anschluss einer solchen SSD an einen normalen NVMe-Adapter ermöglicht. Es gibt einige Adapter auf dem Markt, die intelligent genug sind, um mit AHCI-, SATA- und NVMe-Geräten zu arbeiten, aber das ist nicht zwingend erforderlich. Bei einer Migration auf eine neue SSD empfiehlt es sich, die originale HDD im Gerät zu lassen, macOS auf einem neuen NVMe-Laufwerk zu installieren, dann den alten SSD-Teil mit einem Adapter anzuschließen und den Migrationsassistenten zu verwenden.

Datenrettung bei getrenntem Fusion Drive

Wenn ein Fusion Drive getrennt ist oder eines der Geräte fehlerhaft ist, sollte als erstes ein Image des beschädigten Laufwerks erstellt werden. Wenn keine Datenrettungssuite (wie PC3000 oder ähnliches) vorhanden ist, sollte die Software OpenSuperClone verwendet werden. Für eine komfortable Arbeit wird ein vollständiges Byte-für-Byte-Image beider Laufwerke benötigt.

Der nächste Schritt wäre die Verwendung von UFS Explorer oder anderer Software, die mit RAID-Partitionen arbeiten kann. UFS Explorer ist mit Abstand die beste Software für die logische Datenrettung und unterstützt APFS vollständig, einschließlich der Möglichkeit, Daten direkt aus Snapshots zu extrahieren. Einer der Gründe für eine Fusion-Drive-Trennung ist ein beschädigter Partitionsdeskriptor. Ganz am Anfang jedes Laufwerks befindet sich ein kurzer Fusion-Drive-Header mit einer Partitions-ID. Eine Musterbeschreibung wird möglicherweise später hinzugefügt, aber grundsätzlich erfordert eine solche Wiederherstellung die Korrektur der ID, sodass beide Partitionen aufeinanderfolgende Nummern hätten (zum Beispiel …5 …6).